Interkulturelle und digitale Begegnungen

Unser interkultureller Sommer 2020

Das digitale Projekt

Wegen des Ausbruchs von Covid-19 und angesichts den Maßnahmen, die zur Eindämmung der Viruszirkulation ergriffen wurden, haben wir gelernt, mit neuen Online-Formaten auf Distanz zu arbeiten. Wir haben uns mit neuen digitalen Möglichkeiten befasst, um den heutigen Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation gerecht zu werden. Um die Kontinuität der interkulturellen und Jugendarbeit zu gewährleisten, die wir vor der Gesundheitskrise begonnen hatten, haben wir darüber überlegt, digitale Austauschphasen über einen Zeitraum von 3 Tagen zu organisieren.

Gemeinsam mit den Teams jedes Projekts haben wir ein gemeinsames Datum festgelegt, an dem sich jedes Mitglied nationaler Gruppe am selben Ort getroffen hat. Wir haben dann während der Begegnungszeit tägliche Online-Termine eingerichtet, um die verschiedenen interkulturellen Aktivitäten, Diskussionen und Methoden mit der Teilnahme aller nationalen Gruppen, aus denen die Projekte bestehen, zu organisieren. In dieser digitalen Zwischenphase haben wir uns den Herausforderungen der Virtualität stellen müssen, d.h. wir haben die Animationen und Methoden, aber auch Gruppenübersetzungen anpassen müssen.

Unser Ziel war es daher, ein digitales Format zu schaffen, das an ein interkulturelles Treffen junger Menschen angepasst ist und es den Gruppen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren, aber auch gemeinsam an den Aktivitäten teilzunehmen. Unsere Rolle hat darin bestanden, die Teilnehmenden während dieser Erfahrung zu begleiten, um ihnen zu helfen, die mit der virtuellen Grenze verbundenen Schwierigkeiten zu überwinden.

Dazu sollte das Team dafür sorgen, dass jede Aktivität an das digitale Format angepasst wurde, damit sie online angewendet werden können. Die Möglichkeit, ein solches digitales Projekt einzurichten, hat es sowohl ermöglicht, den Kontakt zwischen den Projektteilnehmenden aufrechtzuerhalten als auch einen Raum für den digitalen Austausch zu schaffen und zu demokratisieren.

Die Begegnungen

Projekt I:Vom Stereotyp zum VorurteilDeutschland / Frankreich / die Türkei 09.-11.07.2020
Projekt II:Am Drehkreuz der GeschichteDeutschland / Frankreich / Algerien16.-18.07.2020
Projekt III:Zusammen für den FriedenDeutschland / Frankreich / Russland18.-20.07.2020
Projekt IV:Journalismus ohne GrenzenDeutschland / Frankreich / Armenien21.-23.07.2020
Projekt V:FreundschaftsspielDeutschland / Frankreich / Mazedonien28.-30.07.2020

Die Methoden

Methoden zum Kennenlernen

Wir haben lustige Aktivitäten entwickelt und sie für das Online-Format angepasst, damit unsere Teilnehmenden einfacher aufeinander zugehen und sich kennenlernen.

Sprachanimationen

Sprachanimationen ermöglichen es Jugendlichen, die bei interkulturellen Begegnungen vertretenen Sprachen zu entdecken und sich mit ihnen vertraut zu machen.

Stadtrallye

Die Stadtrallye ist eine Methode, um an den Teilnehmenden der anderen Gruppen des Projekts die lokalen Realitäten entdecken zu lassen. Es ist eine Gelegenheit für die Jugendlichen, Anblicke an ihrem täglichen Leben in ihrer Nachbarschaft und ihrer Stadt mitzuteilen.

Thematische Workshops

Thematische Workshops ermöglichen es den Teilnehmenden, in kleinen Gruppen mit kreativen und/oder digitalen Mitteln am Projektthema zu arbeiten. Sie haben die Freiheit zu entscheiden, wie das Thema bearbeitet wird.

Koch-Challenge

Die Teilnehmenden zeigen, wie man ein traditionelles Gericht kocht, während die anderen Jugendlichen des Projekts die Anweisungen per Video befolgen müssen. Am Ende der Aktivität können wir uns an Tisch setzen und gemeinsam die gleiche Mahlzeit essen!

Methoden zum Auswerten

Die Auswertungen am Ende der Begegnungen ermöglichen es uns, sowohl die positiven als auch die negativen Punkte des Programms hervorzuheben, damit wir unsere Projekte verbessern können.

Die Teilnehmenden

Unser Verein achtet besonders darauf, in seine Projekte ein Publikum mit wenig Zugang zu internationaler Mobilität und mit unterschiedlichen kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Profilen einzubeziehen, um Diversität zu schaffen, die für die interkulturelle Dynamik von grundlegender Bedeutung ist. Deshalb arbeiten wir bundesweit mit unterschiedlichen Vereinen und Jugendzentren, die in kleineren oder größeren Städten ihren Sitz haben. 

Die digitale Projektphasen haben unterschiedliches Publikum gezielt und haben sich an Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren gerichtet, die wenig Zugang zu internationalen Mobilitätsprogrammen haben und motiviert waren, junge Menschen aus den Partnerländern zu treffen und an dem vorgeschlagenen Thema arbeiten wollen.

Wir haben uns eine Vielfalt von Profilen gewünscht, um die verschiedenen Fähigkeiten, die für die Durchführung des Projekts erforderlich sind, innerhalb der Gruppe zu kombinieren. Wichtig für uns ist auch die kulturelle und soziale Vielfalt innerhalb jeder nationalen Gruppe. Von den Teilnehmenden wurden keine fortgeschrittenen Sprachkenntnisse verlangt, da wir in den formellen Zeiten des Austauschs mit Dolmetscher*innen arbeiten.