#Europa Jugend@sozialeNetzwerke

Deutschland – Frankreich – Bosnien

Das Projekt

Dieses Projekt, das aus drei Phasen besteht (eine Phase in jedem teilnehmenden Land: Marseille in Frankreich, Sarajevo und Goražde in Bosnien und Berlin in Deutschland), zielt darauf ab, den Teilnehmenden die virtuelle Welt um sie herum bewusst zu machen und ihnen zu vermitteln, welche Verhaltensweisen in dieser Umgebung angemessen sind. 

Das Internet ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden und spielt eine sehr wichtige Rolle im Leben junger Menschen. Mit diesem Projekt möchten wir die virtuelle Welt und die sozialen Netzwerke aus einer kritischen Distanz betrachten, um unser virtuelles Verhalten und unseren virtuellen Diskurs zu hinterfragen. Es ist notwendig, dass den Nutzer*innen bewusst wird, welche realen Auswirkungen ihre Aktivitäten auf sozialen Medien haben können, um sie richtig nutzen zu können. Tatsächlich haben sich das Internet und die sozialen Netzwerke zu unzensierten, unkontrollierten Plattformen für Diskussion, Meinungsäußerung und Austausch entwickelt. Dies sind Räume, die Hassreden und Cyber-Mobbing fördern und verstärken können.

Obwohl das Hauptthema dieses Projekts Jugend und soziale Netzwerke ist, werden wir während der Austauschwochen auch in ganz Europa arbeiten. Dieses Projekt soll der Begegnung und dem Verständnis zwischen Jugendlichen mit unterschiedlichen sozialen, ökonomischen, religiösen und regionalen Hintergründen gewidmet werden, um zur europäischen Idee beizutragen, die darauf abzielt, ein friedliches Zusammenleben in der vielfältigen Bevölkerung herzustellen. Gerade heute, in der Zeit, in der Mitglieder der Europäischen Union diese Gemeinschaft verlassen (wollen), während andere danach streben, sie zu betreten, bringt unser Austausch jungen Menschen das Gefühl des Zusammenhaltes mit dem Ziel, ihnen beizubringen, dass Aufgeschlossenheit uns weiter bringt als geschlossene Grenzen. 

Als materielles Ergebnis dieses Projekts werden wir ein alternatives soziales Netzwerk entwickeln und die Berichterstattung in Form von Comics integrieren – ein Stil, der von dem Journalisten Joe Sacco erfunden wurde, der unter anderem ein Buch über das Massaker in Goražde während des Bosnienkriegs in den 1990er Jahren veröffentlicht hat. Mit Hilfe von Expert*innen werden wir seinen Stil aufgreifen und unsere Vision von einem Europa formulieren, das sich von allen Formen des Populismus emanzipiert. Diese künstlerische Arbeit wird sich wie ein roter Faden durch alle drei Phasen ziehen. Schließlich wollen wir dieses Ergebnis veröffentlichen, um ein breiteres Publikum und die Umgebung der Teilnehmenden des Projekts zu erreichen.

Diese Jugendbegegnung wird es gerade denjenigen, die am weitesten davon entfernt sind, ermöglichen, ihren Horizont zu erweitern, indem sie ermutigt werden, auf andere zuzugehen. Das Austauschprogramm umfasst verschiedene Aktivitäten: Sprachaktivitäten, Diskussionsrunden über virtuelles Verhalten und Europavisionen, interaktive Besuche zum Verständnis der Geschichte und des Zusammenhangs zwischen Populismus, verbaler Gewalt und Krieg sowie Workshops zum künstlerischen Schaffen über den Einfluss von Bildern auf den gesellschaftlichen Diskurs.

Die Daten und Orte

Phase I:Marseille – Die Daten müssen noch abgesprochen werden
Phase II:Sarajevo und Goražde  – Die Daten müssen noch abgesprochen werden
Phase III:Berlin – Die Daten müssen noch abgesprochen werden

Die Teilnehmenden

Dieses Projekt richtet sich an Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren, die wenig Zugang zu internationalen Mobilitätsprogrammen haben, motiviert sind, junge Menschen aus den Partnerländern zu treffen und an dem vorgeschlagenen Thema arbeiten wollen. Jede Gruppe wird die drei Phasen des Projekts gemeinsam verbringen. 

Wir wünschen uns eine Vielfalt von Profilen, um die verschiedenen Fähigkeiten, die für die Durchführung des Projekts erforderlich sind, innerhalb der Gruppe zu kombinieren. Wichtig für uns ist auch die kulturelle und soziale Vielfalt innerhalb jeder nationalen Gruppe. Von den Teilnehmenden werden keine fortgeschrittenen Sprachkenntnisse verlangt, da wir in den formellen Zeiten des Austauschs mit Dolmetscher*innen arbeiten.

Es wird 8 Teilnehmende pro Partnerland geben.